Der Aursjøvegen zeigt den Besuchern ein kleines aber sehr schönes Stück Norwegens. Auf 65 Km Länge präsentiert er eine raue Natur wie sie nur an wenigen Flecken des Landes vorkommt.  Die Straße entstand in Verbindung mit den Ausbau des Aura Stromkarftwerkes (1947). Davor war es nur ein Weg, der eine wichtige Verbindung zwischen Eikesdal und Lesja gewesen ist. Zu dieser Zeit nutzten auch reiche Engländer diese Verbindung um im Dovrefjell-Nationalpark auf die Jagd zu gehen.

Die Straße wird normaler Weise am 1. Juni geöffnet und schließt sobald der erste Schnee im Herbst fällt.  Der Aursjøvegen ist ein «Bomveg», eine Straße die Geld kostet um sie zu befahren. 50 NoK kostet die Maut und kann am Anfang der Straße auch mit der Geldkarte entrichtet werden.

Unser kleiner Artikel beschreibt die Autotour von Finset (Eikesdal) nach Sunndalsøra.

Das Wort «Straße»  ist etwas übertrieben, denn es handelt sich eher um einen breiten Weg der stellenweise recht eng angelegt wurde. Der Aursövegen ist mit fast jeder Art von Fahrzeugen befahrbar. Allerdings wird davon abgeraten, den Weg mit Bus oder Wohnwagen zu befahren. Auch andere große Fahrzeuge können in den engen Kurven und den unübersichtlichen Abschnitten Probleme bekommen.

Der Ausgangspunkt in Finset  ist asphaltiert. Schon weniger Meter nach der Schranke verändert die Straße ihren Zustand. Durch enge Kurven schlängelt sich der Aursjövegen stetig bergauf. Es gibt viele Möglichkeiten das Fahrzeug am Rand der Straße zu parken um die verschiedenen Aussichtspunkte zu besuchen.

Auf der Tour muss auch ein Tunnel durchfahren werden. In diesem Tunnel ist nur Platz für ein Fahrzeug. Das Durchfahren des Tunnels ist recht abenteuerlich, denn es gibt kein Licht. Selbst das Licht am Fahrzeug wirkt nur wie eine Taschenlampe.  Nicht nur die mangelnde Beleuchtung macht die Sache spannend, auch eine recht scharfe Kurve im Tunnel macht das Durchfahren nicht übersichtlicher.  Ein kurzes Signal mit der Hupe beim hineinfahren kann dem entgegen kommenden Verkehr warnen.

 

Die Straße führt den Besucher auf eine Höhe von 947 Meter. Ein Stein mit der Inschrift „Brønnhøbrøstet“ markiert diesen Punkt.  Immer wieder tauchen Schilder auf, die den Besucher zum Wandern einladen. Der DnT hat eine ganze Reihe von Wanderwegen markiert.  Sollte der Wanderer über scharfe Sinne verfügen und etwas Glück haben, so ist es durchaus möglich, daß Wildrentiere zu seinen Beobachtungen gehören.

Die Autotour führt bis an einen Staudamm der den Aursjøen anstaut. An dieser Stelle kann man sich entscheiden ob man direkt an der flachen Staumauer entlang fahren will oder etwas weiter davor. Beide Wege führen zur bewirtschafteten Hütte „Aursjøhytta“ die zu Erfrischungen, Kaffe und Kuchen einlädt.  Von hier kann man auch, durch eine Wanderung, zur Reinvassbu gelangen.

Das nächste Stück der Route führt am Aursjøen entlang und später, auf der linken Seite, am Osvatnet.  Es gibt viele Möglichkeiten entlang der Seen zu relaxen, angeln oder ein Picknick zu veranstalten. Die Umgebung ist atemberaubend.

Das letzte Stück der Tour führt am Rande des Dovrefjell-Sunndalsfjell Nationalpark entlang und schlängelt sich vor einer sehenswerten Kulisse hinunter in das Litledalen in dem sich am Ende des Aursjøvegen auch wieder eine Schranke befindet, die den Besucher wieder in die Zivilisation entlässt.